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Roland Bernath
— Credits: Roland Bernath

Das Gebiet Lacheren am nördlichen Rand der Stadt Schlieren ist geprägt durch zwei- bis dreigeschossige Wohnbauten. Das Projekt verbindet die unterschiedlichen Qualitäten des Quartiers und schafft eine Balance zwischen Urbanität und Durchgrünung. Die beiden Ersatzneubauten für 35 Wohnungen integrieren sich in die vorgefunden Körnung des Quartiers und gliedern sich harmonisch in die bestehende nördliche Bebauung ein. Der gemeinschaftliche Hof mit Aufenthalts- und Spielbereichen stärkt das nachbarschaftliche Leben und verbindet sich mit den umliegenden Grünräumen. Die Wohnungen bieten eine klare Trennung zwischen privaten Rückzugsorten und offenen Wohnbereichen mit Blick ins Grüne. Ein innovatives Energiesystem nutzt CO2-freie, lokale Ressourcen, um eine nachhaltige und autarke Versorgung sicherzustellen.

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Die mit goldenem Flies hinterlegten Fassadenelemente dienen der solaren Energiegewinnung und versetzen den Hof je Lichteinfall bei jeder Tages- und Jahreszeit in andere Stimmungen. — Credits: Roland Bernath

Die mit goldenem Flies hinterlegten Fassadenelemente dienen der solaren Energiegewinnung und versetzen den Hof je Lichteinfall bei jeder Tages- und Jahreszeit in andere Stimmungen.

Ansicht Strassenseite
Ansicht Hofseite
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Besondere Bedeutung misst das Projekt dem Verhältnis zwischen Rückzug ins Private und dem gemeinschaftlichen Leben im Hof bei. — Credits: Roland Bernath
Roland Bernath
— Credits: Roland Bernath
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Anziehungspunkt ist der Gemeinschaftsplatz mit Tisch, Pergola sowie die Gemüsegärten. — Credits: Roland Bernath

Aufgrund der städtebaulichen Setzung hat jede Wohnung zwei Seiten mit maximal unterschiedlichem Charakter: einerseits der stark strukturierte, härtere Rücken zur Limmatstrasse, wo sich vorwiegend die Schlafzimmer und die zudienenden Räume (Vorräume, Entrées und Badezimmer) befinden, andererseits die offeneren fliessenden Räumlichkeiten (Ess-, Koch- und Wohnräume) zum Garten hin. Sämtliche Wohnungen profitieren von einer niedrigen, kleinteiligen Nachbarschaftsüberbauung und dadurch fast unverbauten Aussicht Richtung Osten und Westen. Um die Blickachsen in den Grünraum zu lenken und die Exponierung zur Sonne zu optimieren sind die Küchen-, Wohnräume und „offenen“-Zimmer entlang der Fassade gelegt. Das Raumgefüge löst sich mittels Wandscheiben geometrisch in freie Formen auf, während die Individualzimmer rechtwinklig und statisch bleiben. Die oberen Loggien springen zurück, so dass zurückgestaffelte private Aussenräume entstehen. Besondere Bedeutung misst das Projekt dem Verhältnis zwischen Rückzug ins Private und dem gemeinschaftlichen Leben im Hof bei.

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Das Raumgefüge von Küchen-, Wohnräumen und „offenen“-Zimmern löst sich mittels Wandscheiben geometrisch in freie Formen auf, während die Individualzimmer rechtwinklig und statisch bleiben. — Credits: Roland Bernath

Das Raumgefüge von Küchen-, Wohnräumen und „offenen“-Zimmern löst sich mittels Wandscheiben geometrisch in freie Formen auf, während die Individualzimmer rechtwinklig und statisch bleiben.

Roland Bernath
— Credits: Roland Bernath
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— Credits: Roland Bernath
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— Credits: Roland Bernath

Das neuartige Energiesystem nutzt ausschliesslich lokal verfügbare und CO2-freie Energiequellen: Photovoltaik-Module auf den Dächern und an den Fassaden erzeugen Strom für die Siedlung. Mit diesem Strom wird auch eine Luftwärmepumpe betrieben, die das Warmwassersystem mit Energie versorgt. In der sonnenarmen Jahreszeit erzeugt eine Holzvergasungsanlage mit Blockheizkraftwerk Strom und Wärme aus Holzschnitzeln. Bei Bedarf unterstützt die Wärmepumpe die Heizung, Heizbedarfsspitzen deckt ein flexibel einsetzbarer Biogasbrenner ab. Dieses Konzept ermöglicht einen hohen Eigenstromverbrauch, so dass im Winter möglichst wenig Strom zugekauft werden muss.

Technikzentrale

  • 1 Holzschnitzellager mit Förderschnecke, 90m3
  • 2 Gaswandtherme zur Spitzendeckung
  • 3 Luft-Wasser Wärmepumpe Inneneinheit
  • 4 Blockheizkraftwerk Holzschnitzelvergasung
  • 5 Brauchwarmwasserspeicher mit Frischwasserstationen (2 x 2000 l)
  • 6 Hochtemperaturspeicher max. 85°C (2 x 4000 l)
  • 7 Tieftemperaturspeicher max. 36°C (2 x 4000 l)
  • 8 Batteriespeicher mit 113 kW/h Kapazität
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Von der Waschküche zugänglich ist der zentrale Hof, mit Aufenthalts- und Spielbereichen für die Bewohnenden. — Credits: Roland Bernath

Von der Waschküche zugänglich ist der zentrale Hof, mit Aufenthalts- und Spielbereichen für die Bewohnenden.

Kategorie Wohnen
Auftragsart Studienauftrag auf Einladung, 1. Preis
Auftraggeberin GemeinnĂĽtzige Baugenossenschaft Limmattal
Landschaftsarchitektur Cadrage Landschaftsarchitekten
Baumanagement Thommen Katic AG
Bauleitung Zahner Bauleitungen GmbH
Visualisierungen Filippo Bolognese
GF SIA 416 6’370 m2
Wohnungen 36
Bearbeitung WBW 2017, Bezug FrĂĽhjahr 2023

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