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Ziel des Entwurfs ist es, dem neuen Quartier im Deutzer Hafen eine prägnante Identität zu verleihen und gleichzeitig eine hohe städtebauliche Dichte mit maximaler Durchlässigkeit zu vereinen. Der Entwurf sieht ein vielfältiges Wohn- und Nutzungskonzept vor, das auf einem Low-Tech-Ansatz basiert und ökologische wie soziale Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt. Unterschiedliche Wohntypologien – darunter geförderte, freifinanzierte und genossenschaftlich organisierte Wohnungen – bieten flexible Wohnformen für verschiedenste Lebensmodelle. Gewerbe- und Gastronomieangebote im Erdgeschoss beleben den öffentlichen Raum, während gemeinschaftliche Einrichtungen wie ein Nachbarschaftsraum mit Terrasse oder nutzbare Dächer das soziale Miteinander stärken. Mit langlebigen Materialien wie Klinker, Keramik und Profilblech wird ein ästhetisches Ensemble geschaffen, das die industrielle Geschichte des Ortes zitiert und gleichzeitig zukunftsfähige Architektur bietet.

Lageplan
Land NRW (2026), Datenlizenz Deutschland – 3D-Mesh – Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); basiert auf dem Digitalen Zwilling NRW.
Luftbild — Credits: Land NRW (2026), Datenlizenz Deutschland – 3D-Mesh – Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0); basiert auf dem Digitalen Zwilling NRW.

Das städtebauliche Konzept besteht aus zwei L-förmigen Blockstrukturen, die durch differenzierte Höhenstaffelung und individuelle Gestaltung in sechs klar ablesbare Einzelgebäude gegliedert sind. Durch zwei markante Fugen wird eine starke Durchwegung, Belüftung und Belichtung innerhalb des Blocks erreicht. Diese Durchlässigkeit wird durch einen halböffentlichen Fußweg ergänzt, der die Hafenpromenade mit der Grünen Gasse verbindet. Die Bebauung akzentuiert den Hochpunkt durch eine gezielte Höhenreduktion der Nachbargebäude und rückt das Hochhaus in den Fokus. Während die vertikale Ausrichtung des Hochhauses und des Hafenriegels betont wird, sorgt die rhythmisch gegliederte Fassadengestaltung mit Erkern für ein dynamisches Stadtbild. Die Erdgeschosse entlang des Poller Kirchwegs und der Grünen Gasse nehmen gewerbliche Nutzungen auf, wodurch eine kleinteilige, aktive Erdgeschosszone entsteht.

Die Gebäude des Blocks bleiben durch Höhensprünge und individuelle Gestaltung klar ablesbar. Hervortretende Erker schaffen rhythmische Akzente und greifen das industrielle Erbe auf.

Die Gebäude des Blocks bleiben durch Höhensprünge und individuelle Gestaltung klar ablesbar. Hervortretende Erker schaffen rhythmische Akzente und greifen das industrielle Erbe auf.

Die Fassaden zur Hafenpromenade zeichnen sich durch Ruhe und Vertikalität aus. Durch gezielte Fugen und eine niedrigere Umgebungsbebauung wird der Hochpunkt räumlich freigestellt.

Die Fassaden zur Hafenpromenade zeichnen sich durch Ruhe und Vertikalität aus. Durch gezielte Fugen und eine niedrigere Umgebungsbebauung wird der Hochpunkt räumlich freigestellt.

Die bewegte Dachlandschaft dient der solaren Energiegewinnung. Während die Photovoltaik-Flächen extensiv begrünt werden, erhalten die begehbaren Dachbereiche teilweise eine intensive Bepflanzung.

Die bewegte Dachlandschaft dient der solaren Energiegewinnung. Während die Photovoltaik-Flächen extensiv begrünt werden, erhalten die begehbaren Dachbereiche teilweise eine intensive Bepflanzung.

Zwei durchgehende Fugen fördern die Durchwegung und Belüftung des Blocks und verbessern zugleich die Besonnung der Gebäude.

Zwei durchgehende Fugen fördern die Durchwegung und Belüftung des Blocks und verbessern zugleich die Besonnung der Gebäude.

Eine nachhaltige und ressourcenschonende Planung ermöglicht es, den Deutzer Hafen als modernes, ökologisches und integratives Quartier zu gestalten.

Eine nachhaltige und ressourcenschonende Planung ermöglicht es, den Deutzer Hafen als modernes, ökologisches und integratives Quartier zu gestalten.

Vielfältige Wohntypologien prägen das Quartier, während das Erdgeschoss durch Gewerbe, Gastronomie und Gemeinschaftsflächen zum lebendigen Treffpunkt wird.

Vielfältige Wohntypologien prägen das Quartier, während das Erdgeschoss durch Gewerbe, Gastronomie und Gemeinschaftsflächen zum lebendigen Treffpunkt wird.

Der Innenhof wird als grün strukturierter Begegnungsraum gestaltet und fungiert als gemeinschaftlicher Aufenthaltsort mit Spielbereichen, Sitzmöglichkeiten, Pflanzzonen und einem Gemeinschaftsraum mit Terrasse. Der halböffentliche Fußweg unterteilt den Hof in nutzungsdifferenzierte Inseln und schafft Verbindungen zwischen den angrenzenden Stadträumen. Begrünte Fassadenflächen mit bodengebundener Berankung an geschlossenen Gebäudeseiten sowie die Integration von Insektenhotels fördern Biodiversität und leisten einen Beitrag zum Mikroklima. Die Dächer sind extensiv oder intensiv begrünt, teilweise begehbar und in Kombination mit Photovoltaikflächen zur Energiegewinnung genutzt. Regenwasser wird in Retentionsboxen gespeichert und zur Grauwassernutzung bereitgestellt. Die Tiefgarage mit 158 Stellplätzen (inkl. E-Ladestationen und Fahrradboxen) wird über die Hafenpromenade und den Poller Kirchweg erschlossen. Großzügige, gut zugängliche Fahrradräume mit Platz für Lastenräder fördern eine nachhaltige Mobilität.

Erdgeschoss

Die Gebäude vereinen vier unterschiedliche Wohntypologien, die auf diverse Lebensformen reagieren. Clusterwohnungen mit „Jokerzimmern“ sowie gemeinschaftlich nutzbare Dachterrassen und Gärten im Eckhaus fördern genossenschaftliches Wohnen. Hallenwohnen-Wohnungen bieten 3- bis 4-Zimmer-Einheiten mit einer zentralen, offenen „Wohnhalle“ als kommunikatives Zentrum. Der Typ „Durchwohnen“ zeichnet sich durch einen offenen Grundriss mit direktem Zugang zu Balkon und Schlafzimmer aus. Im Laubenhaus sind kompakte 1- bis 2-Zimmerwohnungen vorgesehen, die durch Erker und Balkone optimal belichtet sind. Loftwohnungen mit flexiblen Grundrissen und Maisonetteeinheiten orientieren sich zum Wasser hin. Das Hochhaus bietet flexible Grundrisse, die je nach Bedarf als Büros, Konferenzräume oder Wohnungen genutzt werden können. Diese Mischung fördert eine vielfältige, integrative Nachbarschaft und schafft Wohnangebote für unterschiedliche Zielgruppen.

Auf den Regelgeschossen sind 2- und 3- Zimmerwohnungen flexibel kombinierbar. Die oberen Etagen beherbergen Maisonettewohnungen unter der industriegeprägten Dachform.
Durch eine effiziente Erschließung entstehen zweiseitig orientierte Wohnungen.
Die zentrale Wohnhalle lässt eine vielseitige Bespielung der Wohnungen zu.
Für einen maximalen Sonnenertrag drehen sich die Wohnungen mit ihren Erkern und Balkonen aus.
Kleinwohnungen lassen sich zu Clusterwohnungen kombinieren. Zumietbare Jokerzimmer, ein Gemeinschaftsraum sowie eine Dachterrasse erweitern den privaten Wohnraum.
Der dreigeteilte Kern des Hochhauses ermöglicht eine flexible Unterteilung des Grundrisses. Eine spätere Umnutzung zu Wohnen oder Hotel ist denkbar.

Kategorie Städtebau, Wohnungsbau, Gewerbe
Auftragsart städtebaulich-hochbaulicher Realisierungswettbewerb
Auftraggeberin moderne stadt – Gesellschaft zur Förderung de Städtebauens und der Gemeindeentwicklung, Stadt Köln
Anzahl der WE 116 WE
BGF 25.620 m2
Bearbeitung 2025

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