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Das Grundstück befindet sich nördlich des Goldbekkanals. Poßmoorweg und Barmbeker Straße rahmen das, momentan als öffentliche Spielfläche und Kleingartenanlage genutzte, Areal. Den Poßmoorweg prägen Richtung Norden vor allem geschlossene Blockränder, während sich nach Süden zum Ufer Zeilen und straßenbegleitende Baukörper abwechseln und immer wieder Durchblicke Richtung Süden, zum Ufer des Goldbekkanals, zulassen. Die direkte Wassernähe entlang des Kanals ist von eher gewerblich genutzten Lagerhallen und eingeschossigen, vereinzelt platzierten Typologien mit abwechslungsreichen Dachformen geprägt. Zwischen beiden baulichen Strukturen mäandriert ein uferbegleitender Fussweg.

Vorgefundene Typologien, wie Giebel, Zeile und Blockrand werden aufgenommen und verankern das Projekt in der Nachbarschaft.
Ein langgezogener Gebäuderiegel zur Barmbeker Straße schützt vor Lärm. Die Ausdrehung des Hochpunkts öffnet den Blick zum Wasser und nimmt den Straßenverlauf des Borgwegs auf.

Einbindung ins Quartier: Aus vorgefundenen Typologien entsteht der städtebauliche Ansatz, aus sich entlang der Poßmoorstrasse verankernden, straßenbegleitenden Köpfen, welche sich zeilenartig in die Tiefe des Grundstücks ziehen und durch leichte Knickungen sowohl private Höfe, als auch Aufweitungen zum Ufer hin entstehen lassen. Die Endpunkte zum Wasser werden besetzt mit Hochpunkten, deren verschiedenartige Giebelseiten vorgefundene Strukturen entlang des Ufers aufnehmen und die Silhouette entlang des Goldbekkanals bereichern.

GESAMTENTWURF: Der Bauspielplatz bildet das Herzstück der neuen Uferzone und wird umflossen von öffentlichen Grünbereichen. Die Uferzone wird als Erholungsraum wieder für alle erlebbar. Die Kita  besetzt die Schnittstelle zwischen den öffentlichen Grünbereichen der Uferzone und den privaten Grünbereichen in den Höfen.

INTERIMSPHASE: Kopfbauten fassen den Straßenraum entlang des Poßmoorwegs und lassen weiterhin Blickbezüge zum Ufer und zum Bauspielplatz zu. Die in ihrer Breite reduzieren und seitlich abgeschrägten Brandwände bleiben zunächst sichtbar und dienen als künstlerische Potenzialfläche.

Treibhaus Landschaftsarchitekten
Die Uferzone als öffentliche Grünanlage mit Uferweg, Bauspielplatz und umfliessenden Parkbereichen macht den Naturraum Goldbekufer erlebbar. Vielfache Durchwegungen vernetzen die Nachbarschaft. — Credits: Treibhaus Landschaftsarchitekten

Im Fokus der Gestaltung steht die Verbesserung der Anbindung und Vernetzung des bestehenden Grünzugs entlang des Alsterkanals. Der Kanalweg dient dabei als zentrales Bindeglied und ermöglicht eine schnelle Durchwegung des Areals. Der neu gestaltete Uferweg schafft attraktive Aufenthaltsqualitäten entlang des Kanals und lädt zum Flanieren und Verweilen ein.
Der Bauspielplatz und der Park sind durch einen grünen Saum voneinander abgegrenzt, in dem die neuen Spiel- und Sportflächen eingebettet sind. Die Mischung aus Bestandsbäumen und gezielten Neupflanzungen sorgt für natürlichen Schatten und schafft an heißen Sommertagen angenehme Rückzugsorte. Die behutsame Integration der Aktivflächen in die Parklandschaft bewahrt den natürlichen Charakter des gesamten Areals und fügt sich harmonisch in das Umfeld ein. Abseits der Hauptwege verlaufen Entdeckerpfade, die das Naturerlebnis bereichern. Diese Wege bieten nicht nur Raum für spannende Erkundungen, sondern auch für lehrreiche Ausflüge in die Natur, die das Grün zu einem Ort der Entdeckung und des Wissens machen.
Besonderes Augenmerk gilt dem Erhalt und der Weiterentwicklung der bestehenden Grünstrukturen sowie der Renaturierung des Ufers. Kleine Biotope entlang des Alsterkanals bieten wertvolle Rückzugsräume für heimische Tiere. Der grüne Saum wird durch neue, artenreiche Pflanzungen ergänzt, um die ökologische Vielfalt zu fördern und den Park langfristig für zukünftige klimatische Herausforderungen zu wappnen.

© Bloch, Jonas
— Credits: © Bloch, Jonas

Kategorie Wohnungsbau
Auftragsart Einladungswettbewerb 2. Preis
Auftraggeberin Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklung GmbH
Landschaftsarchitektur Treibhaus Landschaftsarchitektur
Anzahl der WE 194 Stk
BGF 19.917 m2
Bearbeitung 2024
Visualisierung Jonas Bloch

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