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Immer mehr Menschen ziehen raus aus den Metropolen, in Kleinstädte mit intaktem Ortskern, Freizeitangeboten im Grünen und einer guten Verkehrsanbindung sowie attraktivem und bezahlbarem Wohnraum. Doch allzu oft entwickeln sich neue Wohnquartiere zu gesichtslosen, anonymen Schlafstätten für Pendler.

Wir möchten mit unserem Entwurf ein identitätsstiftendes, lebendiges Zuhause mit besonderen Aussenraumqualitäten schaffen. Die einfache, ökonomische Architektur ermöglicht eine hochwertige Gestaltung des Außenraumes: Urbane Angebote wie das Treffen auf dem Spiel- platz oder ein gemeinsames Boulespiel am Abend können hier genauso stattfinden, wie das Gärtnern oder gemeinschaftliche Apfelpflücken, das die Stadt nicht bieten kann. Man kommt gern nach Hause, wo man sich kennt und sich Generationen begegnen.

Quartiersidentität - Sechs Baukörper bilden ein durchlässiges Ensemble, mit grünen Höfen, klarer Wegeführungen und gestaffelter Dachlandschaft.
Große Kubaturen werden aufgegliedert und vorhandene Fassadenlängen aufgenommen. So übernimmt der Neubau die Körnung des Bestands.
In Anlehnung an die Umgebung mit ihrer Vielfalt an Dachformen und Ausrichtungen werden die Bauvolumen mittels einer gestaffelten Dachlandschaft aufgebrochen.
Das Projekt verbindet sich mit den Bestandsgärten zu einem zusammenhängenden Organismus und öffnet sich über Zuwegungen der Nachbarschaft.
Der Aussenraum zwischen den Gebäuden verbindet sich mit den Grünräumen der Nachbarschaft und bietet vielfältige Nutzungsangebote.

Die kompakt organisierten 2-4-Zimmerwohnungen decken ein breites Spektrum unterschiedlicher Lebensmodelle ab.
Verschiedene Gebäudetypen wie Eckhäuser, Reihenhaustypen und Giebelhäuser schaffen Vielfalt und überschaubare Hausgemeinschaften, so wird das soziale Miteinander gestärkt.

ECKHAUS Die Wohn-Essbereiche besetzen die Gebäudeecken des kompakten Baukörpers, so dass die Wohnungen von einer zweiseitigen Orientierung profitieren.
GIEBELHAUS Die lang gestreckten Wohnungen zeichnen sich durch Wohn- und Essbereiche aus, die jeweils eine eigene Raumzone belegen und dennoch ineinandergreifen.
REIHENHAUS Im Erdgeschoss befinden sich Kleinwohnungen, darüber zweigeschossige Maisonetten. So entstehen kleine Hausgemeinschaften die das miteinander in der neuen Siedlung stärken.

Kompakte Baukörper mit reduzierter Hüllfläche bilden die Grundlage unseres Entwurfs: Sie sparen Material, funktionieren bauphysikalisch effizient und ermöglichen einen ressourcenschonenden Einsatz der Konstruktion. Der Verzicht auf eine Tiefgarage sowie kurze, befestigte Zufahrten tragen dazu bei, dass 84 % der Grundstücksfläche unversiegelt bleiben. Dadurch können einfache Retentionssysteme realisiert und Regenwasser zur Bewässerung der Grünflächen genutzt werden.

SOLARE ENERGIEGEWINNE + RETENTION Über die Dachlandschaft werden solare Energiegewinne erzielt. Die sonnenabgewandten Dachflächen sind als grüne Retentionsdächer klimatisch wirksam.
BAUMERHALT + ÖKOLOGISCHER MEHRWERT Die Gebäude wurden so platziert, dass bestehende Bäume erhalten bleiben.
EINFACHE BAUWEISE Die geschossweise gestapelten Baukörper können „traditionell“ oder unter Verwendung nachhaltiger Baustoffe errichtet werden.

Der Einsatz CO2-intensiver Materialien wie Beton wird durch ein minimiertes Untergeschoss und die konstruktive Verwendung von Holz gezielt reduziert. Die holzverkleideten Gebäude können als Holzrahmenbau auf Bodenplatten aus recyceltem Beton realisiert werden.

Zudem beziehen wir Materialien der bestehenden Siedlung in das neue Quartier ein: Altziegel aus dem Abbruch werden weiterverwendet für die Pflasterung der PKW- Einstellhallen, die Zufahrten oder als Fassadenverkleidung.

Kategorie Wohnungsbau
Auftragsart Realisierungswettbewerb 2.Preis
Auftraggeberin Bauverein Grevenbroich eG
Anzahl der WE 93 Stk
BGF 9.146 m2
Bearbeitung 2024
Visualisierung VIR.works

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