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Nora Walther
— Credits: Nora Walther

Die Zukunft der Stadt ist kleinräumig durchmischt, möglichst dicht bespielt und klimagerecht. Das Rohmaterial aus dem sie immer wieder neu entsteht, wird in den meisten Fällen mit den bestehenden Bauten bereits vorhanden sein.

Für die Umnutzung des bisherigen Bürogebäudes an der Schärenmoosstrasse in Zürich Leutschenbach für die Stiftung PWG schlagen wir daher eine Wohntypologie vor, die Wohnen und Arbeiten räumlich und zeitlich flexibel miteinander vereinbart: Kompakt geschnittene, private Wohneinheiten werden durch vorgelagerte «Shared Spaces» erweitert. Was hier stattfinden soll, bestimmen die sechs bis zwölf direkten Anrainer:innen selbst!

Die zur Verfügung stehende Gesamtfläche wird also nur zum Teil von primärem Wohnraum belegt, die verbleibende Fläche bildet den Spielraum auf dem die Nutzungsdichte – auch um Arbeitsplätze – erhöht werden kann. Die Nutzung kann und soll immer wieder neu verhandelt werden und die räumlichen Anliegen der Bewohner:innen heute und in Zukunft erfüllen können.

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Wohnen und Arbeiten räumlich und zeitlich flexibel miteinander vereinbaren – kompakt geschnittene, private Wohneinheiten werden durch vorgelagerte «Shared Spaces» erweitert. — Credits: Nora Walther

Wohnen und Arbeiten räumlich und zeitlich flexibel miteinander vereinbaren – kompakt geschnittene, private Wohneinheiten werden durch vorgelagerte «Shared Spaces» erweitert.

Grundriss Szenario 1: Autonomer Wohneinheiten eignen sich ihre Shared Spaces an
Grundriss Szenario 1: Zusammengeschlossene Wohneinheiten nutzen ihre Shared Spaces als gemeinsame Wohnräume
Schema: Shared Spaces (gelb) erstrecken sich in einem verzweigten, räumlich abwechslungsreichen Netz.
Schema: Der Kern der Shared Spaces bleibt der Hausgemeinschaft erhalten
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— Credits: Nora Walther
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Abbruchplan

Durch konsequentes Weiterdenken der bestehenden Tragstruktur und Fassade bleibt der überwiegende Teil der gespeicherten grauen Energie erhalten. Wertvolles wird bewahrt und Neues nur wo nötig sinnvoll ergänzt: Nach Aussen sichtbar wird die Transformation durch ein leichtes Kleid aus produktiven Oberflächen vor der bestehenden Fassade. So werden diese Flächen zum nachhaltigen Kraftwerk, erhöhen die Biodiversität und kühlen den Stadtraum, sie werden aber auch zum Ort des sozialen Austauschs zwischen den Bewohner:innen und mit dem Quartier.

Produktive Oberflächen

Kategorie Umnutzung Büro zu Wohnen
Auftragsart einstufiger Projektwettbewerb im selektiven Verfahren
Auftraggeberin Stiftung PWG
Landschaftsarchitektur Denkstatt sàrl
Bauingenieur Basler & Hofmann AG
Anzahl Bewohner:nnen 188 Bewohner:innen+ 120 AP bis 225 Bewohner:innen
GF SIA 416 / GV SIA 416 11’200 m² / 35’500 m³

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