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Das neue Theisen Areal liegt im Herzen von Duisburg Hochfeld und ist hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. In unmittelbarer Nähe zur Innenstadt, dem Bahnhofs- und Güterbahnhofsgelände sowie dem Rheinquartier und dem Duisburger Innenhafen entwickelt sich das Areal zu einem vitalen Stadtbaustein mit Ausstrahlung in die Umgebung. Eingebettet in eine gewachsene, gründerzeitlich geprägte Nachbarschaft entsteht ein vielschichtiges Stadtquartier, das das kulturelle Erbe des Ortes bewahrt und in die Zukunft überführt. Über Jahrzehnte industriell genutzt, erzählt das Areal durch seine Bestandsstrukturen eine eigene Geschichte. Diese wird respektiert, transformiert und neu interpretiert. Die Verknüpfung von Alt und Neu stiftet Identität und ermöglicht die Entwicklung eines lebendigen, urbanen Quartiers mit gemischter Nutzung und hoher Aufenthaltsqualität

Die städtebauliche Struktur des neuen Quartiers orientiert sich am Bestand. Die orthogonale Anordnung der ehemaligen Industriehallen mit umlaufenden Erschließungswegen bildet das Rückgrat der neuen Setzungen. Die Neubauten fügen sich maßvoll in diese Struktur ein und ergänzen sie zu einem funktionalen Ensemble. Zu den Blockrändern hin entstehen wohnungsnahe Grünflächen, während die Höhenentwicklung differenziert auf die umgebende Bebauung reagiert. Bestehende Trauf- und Giebelhöhen werden aufgegriffen, die Taktung der gründerzeitlichen Fassaden wird in den Neubauten aufgenommen. Die zweigeschossigen Reihenhäuser orientieren sich an den hofseitigen Gebäudehöhen, während mehrgeschossige Neubauten im Inneren städtebauliche Akzente setzen. Diese schaffen nicht nur Wohnraum, sondern tragen durch eine Quersubventionierung zum Erhalt der alten Hallen bei. Ein Hochpunkt an der neu strukturierten Friedenstraße markiert die Zufahrt zum Quartier und stärkt dessen Präsenz im Stadtraum.

Die Theisen DNA stärken
Weiterbauen am industriellen Erbe: Die linearen Strukturen des Bestands als Entwurfsleitfaden für das Neue.
Transformation: Gliederung der Stadträume und Zuordnung qualitätsvoller Grünräume.
Storytelling: Der Bestand wird als Indentitätsträger gewürdigt, die Neubauten ergänzen das Vorhandene und fassen präzise die Stadträume.
Durch Themenhäuser und kuratierte Zusatznutzungen entsteht mehr als nur Wohnraum. Die vielfältige Nutzungsmischung fördert soziale Interaktion und stärkt nachbarschaftliche Strukturen.

Der Freiraum des Quartiers steht ganz im Zeichen der Transformation. Bestehende, alte Baumbestände werden erhalten und durch neue Grünstrukturen ergänzt. Straßenbegleitende Grünstreifen, weitgehend unversiegelte Plätze, Gärten sowie begrünte Rank- und Fassadenflächen tragen zur ökologischen Aufwertung und zu einem angenehmen Mikroklima bei. Das Quartier ist durchlässig und sowohl für Fußgänger als auch für den Radverkehr in alle Richtungen durchquerbar, wodurch es sich aktiv mit der umliegenden Nachbarschaft vernetzt. Der Freiraum ist nicht nur Erholungsraum, sondern auch Ort der sozialen Begegnung. Gemeinschaftlich nutzbare Flächen im Erdgeschoss sowie Freiraumangebote für alle Generationen fördern ein nachbarschaftliches Miteinander. Die Laubenbalkone der Neubauten bieten privaten Grünraum für jede Wohnung und tragen zur individuellen Begrünung des Quartiers bei.

Das Grundrisskonzept folgt dem Prinzip der strukturellen Integration von Alt- und Neubauten. Die Bestandsgebäude werden auf unterschiedliche Weise umgebaut und weitergenutzt, wodurch ein vielfältiges und abwechslungsreiches Ensemble entsteht. Neubauten ergänzen die Grundstruktur der alten Hallen und schaffen ein innovatives Wohnangebot mit übergroßen, begrünten Laubenbalkonen, die allen Wohnungen einen direkten Bezug zum Freiraum ermöglichen. Die Erdgeschosse bieten Raum für gemeinschaftliche Nutzungen, die gezielt über das Quartier verteilt sind. Dadurch entstehen Orte der informellen Begegnung, die Identifikation mit dem Wohnumfeld fördern und ein aktives Miteinander stärken. Die Wohnungstypologien reichen von kompakten Einheiten bis zu familienfreundlichen Grundrissen und ermöglichen eine soziale Durchmischung innerhalb des Quartiers.

Start-up House - Die Hallen werden in der Initailisierungsphase weiter als Werkstätten genutzt. Ist das Quartier weiter entwickelt können hier Wohnateliers in Kombination mit zumietbaren Arbeitsräumen

Start-up House - Die Hallen werden in der Initailisierungsphase weiter als Werkstätten genutzt. Ist das Quartier weiter entwickelt können hier Wohnateliers in Kombination mit zumietbaren Arbeitsräumen

Segmentierte Halle - Die Deckung der Hallen wird partiell entfernt. Die entstehenden Hallensegmente, in denen 2 - 4 Zi-Wohnungen untergebracht werden können, werden thermisch geschlossen.

Segmentierte Halle - Die Deckung der Hallen wird partiell entfernt. Die entstehenden Hallensegmente, in denen 2 - 4 Zi-Wohnungen untergebracht werden können, werden thermisch geschlossen.

Modulares Raster - kompakter Baukörper, thermisch getrennte Terrassenplatten, serielle Grundrissgestaltung, modulare Bauweise & eine geringe Aushubtiefe legen den Grundstein für kostengünstiges Bauen.

Modulares Raster - kompakter Baukörper, thermisch getrennte Terrassenplatten, serielle Grundrissgestaltung, modulare Bauweise & eine geringe Aushubtiefe legen den Grundstein für kostengünstiges Bauen.

Wohnen mit Hof - Altbauten bergen den Charme des industriellen Erbes. Über die Kombination von Neu & Alt definiert sich die Identiät des neuen Quartiers.

Wohnen mit Hof - Altbauten bergen den Charme des industriellen Erbes. Über die Kombination von Neu & Alt definiert sich die Identiät des neuen Quartiers.

Townhouses - Der breite Wohnungsmix wird punktuell mit traditionellen Reihenhäusern ergänzt, um eine breite soziale Durchmischung des Quartiers zu erreichen.

Townhouses - Der breite Wohnungsmix wird punktuell mit traditionellen Reihenhäusern ergänzt, um eine breite soziale Durchmischung des Quartiers zu erreichen.

Das Theisen Areal nutzt die historische Substanz als Ausgangspunkt für eine zukunftsfähige Quartiersentwicklung. Die industrielle Vergangenheit bleibt ablesbar und wird bewusst als identitätsstiftendes Merkmal erhalten. Die Transformation der Bestandsbauten verleiht dem Ort Charakter und Authentizität. Die Neubauten treten in einen gestalterischen Dialog mit dem Bestand, ohne diesen zu dominieren. Die Kombination aus differenzierter Höhenentwicklung, strukturierter Fassadengliederung und durchdachter Grünintegration erzeugt ein harmonisches Stadtgefüge. So entsteht ein Quartier mit starkem Bezug zum Ort, das seine Geschichte achtet und gleichzeitig neue städtische Qualitäten bietet.

Kategorie Städtebau, Wohnungsbau, Gewerbe
Auftragsart zweistufiger städtebaulicher-freiraumplanerischer Projektwettbewerb auf Einladung
Auftraggeberin GEBAG Flächenentwicklung mbH
Landschaftsarchitektur grabner huber lipp landschaftsarchitekten
Anzahl der WE 168 WE
BGF 21’789 m²
Bearbeitung 2020

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