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Auf einem ehemaligen Industrieareal im Brüsseler Stadtteil Anderlecht entsteht mit dem Projekt „Petite Île“ ein dichtes, gemischt genutztes Quartier für Arbeiten, Lernen und Wohnen. Insgesamt umfasst es 397 Wohnungen, umfangreiche Gewerbe-, Atelier- und Büroflächen sowie zwei Schulen. Ziel ist es, durch eine Vielfalt an Arbeitsmöglichkeiten neue nachhaltige Perspektiven für das Quartier zu schaffen und insbesondere lokale Gewerbestrukturen zu stärken. Die Quartiersgestaltung wurde von Multiple, pool, AAA und Duplex entwickelt, wodurch auf dem Areal eine große Varianz an unterschiedlichen Wohntypologien entstanden ist, welche den verschiedenen Anforderungen an zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten gerecht wird.

Situation

Die städtebauliche Figur verbindet den industriellen Bestand mit den Neubauten zu einem kompakten, vielschichtigen Ensemble. Punktuell gesetzte, aufragende Solitäre durchbrechen die Dichte und schaffen Durchlässigkeit sowie räumliche Bezüge innerhalb des Quartiers. Der Blockrand wird durch das durchgehende Sockelgeschoss gehalten, die städtischen Räume sind klar definiert. Publikumsorientierte Nutzungen beleben die Erdgeschosszone. Die privat genutzten Höfe dienen der Begegnung und als Mittelpunkt des Blocks, die grünen Gärten auf den Häusern laden zu gemeinsamen Anlässen ein.

Markante Fassaden aus Backstein und Beton prägen den Charakter des Quartiers und fassen das Areal klar zum städtischen Raum. Eine große Vielfalt an Wohntypologien ermöglicht differenzierte Wohnformen und reagiert flexibel auf die Anforderungen zeitgemäßen Wohnens. Die Wohnungen in den Obergeschossen sind überwiegend zweiseitig orientiert und profitieren von vielfältigen Blickbeziehungen zu den begrünten Höfen. Ergänzend bieten gemeinschaftlich nutzbare, begrünte Terrassen auf den Dächern attraktive Orte für Begegnung und gemeinsame Aktivitäten.

Ein aktiver Sockel mit flexibel nutzbaren Produktionsräumen belebt Straße und Innenhof. Modularen Flächen ermöglichen vielfältige Nutzungen – von Handwerk und Handel bis zu Büros und Dienstleistungen.

Ein aktiver Sockel mit flexibel nutzbaren Produktionsräumen belebt Straße und Innenhof. Modularen Flächen ermöglichen vielfältige Nutzungen – von Handwerk und Handel bis zu Büros und Dienstleistungen.

Die Vielfalt der architektonischen Ansätze schafft einen breiten Mix an Wohnformen, der gezielt die soziale Durchmischung fördert und lebendige nachbarschaftliche Beziehungen stärkt.

Die Vielfalt der architektonischen Ansätze schafft einen breiten Mix an Wohnformen, der gezielt die soziale Durchmischung fördert und lebendige nachbarschaftliche Beziehungen stärkt.

Sheddächer und Sprossenfenster erinnern an den industriellen Charakter des Orts.

Sheddächer und Sprossenfenster erinnern an den industriellen Charakter des Orts.

ArtefactoryLab
— Credits: ArtefactoryLab
ArtefactoryLab
— Credits: ArtefactoryLab

Kategorie Städtebau, Wohnungsbau, Gewerbe, Bildung
Auftragsart Kooperativer Wettbewerb
Auftraggeberin Societé de Logemement de la Région de Bruxelles (SLRB), Citydev
Architektur ARGE mit Multiple (BE), pool Architekten (CH) und AAA (BE)
Landschaftsarchitektur Coloco (FR)
Bauingenieure Schroeder & Associés (LU)
Anzahl der WE 379 WE
BGF 86’030 m²
Bearbeitung 2018

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Duplex