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© Luca Claussen Fotografie
— Credits: © Luca Claussen Fotografie

Das Projekt liegt mitten im lebendigen Stadtteil Köln-Sülz an der Straßenecke Marsilius- und Palanterstraße und ersetzt eine Bebauungsstruktur aus den 1920er Jahren. Die neue Blockrandbebauung passt sich über verschiedenartige Themenhäuser der Körnung der Nachbarschaft an. Übergreifende Gestaltungselemente wie die dreigeteilten Fassaden und ein abgestimmter Farbkanon lassen die Gebäude als Gesamtheit wirken. Entlang der Marsiliusstraße wird der Straßenraum durch Atelierwohnungen mit separaten Eingängen und großen Wohn-Arbeitsräumen belebt. Die Gebäudeecke wird durch ein neues Café bespielt.

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Innen- und Außenraum verweben sich durch großzügige Balkone und direkte Zugänge aus den Treppenhäusern. — Credits: © Luca Claussen Fotografie

Innen- und Außenraum verweben sich durch großzügige Balkone und direkte Zugänge aus den Treppenhäusern.

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Der Sockel aus Klinkerriemchen spielt mit den Erinnerungen an die prägende Nachkriegsarchitekturen Kölns. — Credits: © Luca Claussen Fotografie

Der Sockel aus Klinkerriemchen spielt mit den Erinnerungen an die prägende Nachkriegsarchitekturen Kölns.

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Lasierte Sichtbetonflächen und feine Zementfliesen lassen Begegnungsorte entstehen. — Credits: © Luca Claussen Fotografie

Lasierte Sichtbetonflächen und feine Zementfliesen lassen Begegnungsorte entstehen.

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Großzügige Balkone im Innenhof als grünes Außenzimmer für innerstädtisches Wohnen. — Credits: © Luca Claussen Fotografie

Großzügige Balkone im Innenhof als grünes Außenzimmer für innerstädtisches Wohnen.

Der Ersatzneubau schließt die Blockrandbebauung an der Straßenecke mit vier klar ablesbaren Häusern und fügt sich damit in die abwechslungsreiche Nachbarschaft ein.

Durch tiefere Gebäudekörper und die in den Hof hinein ragende Bebauung, sowie eine partielle Erhöhung um ein Geschoss, konnte das Grundstück adäquat verdichtet werden und bietet nun ca. 2’900 m2 BGF mehr als der Bestand. Auf der gewonnenen Wohnfläche können statt ursprünglich 56 Bewohnern nun 142 Menschen zentral, innerstädtisch und gemeinschaftlich leben. Die Qualität der Blockrandbebauung mit großzügigem Innenhof wurde auch nach der signifikanten Erhöhung der Wohnungsdichte um ca. 70% Nutzfläche beibehalten.

Verdichtung durch Erhöhung der Geschossigkeit und tiefere Baukörper
Überprüfung der Volumetrien im Modell
Anpassung der Dichte an das Gründerzeitquartier
Siedlungsbestand Baujahr 1918
Freigeräumtes Baugelände
Verdichteter begrünter Neubau

ABWECHSLUNGSREICHE NACHBARSCHAFT Das Projekt liegt mitten im Stadtteil Köln-Sülz an der Straßenecke Marsilius-/ Palanterstraße. Das lebendige Wohnviertel mit belebten Straßenzügen sowie ruhigeren Wohnstraßen in den Blockinnenbereichen ist geprägt durch eine sehr heterogene Bebauung mit einer Vielzahl von Erkern und Dachaufbauten, welche sich sowohl in Gründerzeitbauten als auch in Bauten der Nachkriegsmoderne und Neubauten finden.

Ziel war es, die neue Bebauung möglichst sensibel in das gewachsene Viertel einzupassen, trotz der wesentlich höhere Dichte im Verleich zur Vorgängerbebauung.
Themen, welche die Häuser sowohl klar voneinander unterscheiden, als auch zusammenbinden, finden sich in der Gestaltung der Fassaden. Durch die Setzung der Erker, die unterschiedliche Farbgebung der Fassaden und die Geländer werden die Häuser in ihrer Eigenständigkeit hervorgehoben.
Übergreifende Gestaltungselemente wie die dreigeteilten Fassaden, die durchgängige Dachhaut mit den auffälligen Gauben und die verspringenden und je Haus farblich variierenden Sockel aus Klinkerriemchen spielen mit den Erinnerungen an die prägenden Nachkriegsarchitekturen Kölns und binden die einzelnen Häuser zusammen.

Das Projekt leistet über gewerblich nutzbare Einheiten im Erdgeschoss einen Beitrag zum städtischen Leben. Entlang der Marsiliusstraße werden die Fassaden belebt durch Atelierwohnungen mit separaten Eingängen und großen Wohn-/Arbeitsräumen zum Straßenraum. Die Gebäudeecke wird durch ein Café mit geplantem Waschsalon belebt, welcher der gesamten Hausgemeinschaft zur Verfügung steht, so dass die eigenen Wohnflächen effizienter nutzbar sind.

Die Eckbebauung formt einen Theaterraum mit freiem Blick in die Tiefe des innerstädtischen Blocks, ein Ausgleich zur dichten Bebauung des Stadtteils.
Die Gruppierung der Zimmer um einen zentralen Wohnbereich lässt eine bedürfnisorientierte und flexible Belegung zu. Die Belichtung von zwei Seiten sorgt dabei in allen Räumen für eine angenehme Wohnatmosphäre.
Große Balkone ergänzen die Wohnungen um ein Außenzimmer, wodurch der direkte Bezug zwischen Innen und Aussen gelebt werden kann und das städtische Wohnen eine zusätzliche Qualität erhält.
Direkte Zugänge aus den Treppenhäusern in den grünen Innenhof, welcher bewusst ohne Privatgärten, dafür aber mit einem Gartenhaus als Treffpunkt für gemeinschaftliche Anlässe, sowie Spiel- und Aufenthaltsbereichen geplant wurde, aktivieren den Hofraum und lassen ihn so zu einem wesentlichen Teil des städtischen Lebens werden.

Durch eine einheitliche Gestaltung der Fassaden zum Innenhof werden die Gebäude hier zu einer Einheit und fassen den gemeinschaftlich genutzten Hof.

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GEMEINSCHAFT Das Angebot an barrierefreien Alterswohnungen, Wohnungsgrundrissen, die familiäres Wohnen in unterschiedlichen Zusammensetzungen ermöglichen und Kleinwohnungen für Paare und Singles wird ergänzt durch gemeinschaftlich nutzbare Angebote.
Der geplante Waschsalon mit Café im Erdgeschoss des Eckgebäudes steht der gesamten Hausgemeinschaft zur Verfügung. Die eigenen Wohnflächen sind so effizienter nutzbar. Eine kleine Gemeinschaftsküche mit Dachterrasse bietet Weitblick über den Innenhof nach Süden in die Hinterhöfe der Nachbarschaft.
Stöckli-Wohnungen können an Familienwohnungen angekoppelt werden, um Grosswohnungen für alternative gemeinschaftliche Wohnmodelle zu ermöglichen. Atelierwohnungen entlang der Straße mit eigenen Eingängen bieten die Möglichkeit, Arbeiten und Wohnen effizient zu verbinden und einen Beitrag zur Belebung des Stadtraums zu leisten. Studios als Kleinsteinheiten für Singles und Paare finden sich im Dachgeschoss des Eckgebäudes. Zumietbare Hobbyräume ergänzen das Angebot an Zusatznutzungen

Das Projekt liefert eine sehr eigene, passgenau entworfene Antwort auf die Frage des „Anders“ Wohnens. Es geht nicht um standardisiertes Wohnen, sondern um die Schaffung neuartiger, innovativer und bedarfsorientierter Wohntypen, die Vieles zulassen. Die eine zeitgemäße Antwort finden zu aufgrund gesellschaftliche Entwicklungen, geänderten Familienkonstellationen und anderen Formen des Zusammenlebens, die seine Bewohner aktiv einbezieht und aufgefordert neu zu wohnen.

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Wohnräume umarmen die Außenwohnbereiche. — Credits: © Luca Claussen Fotografie

Wohnräume umarmen die Außenwohnbereiche.

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Eckloggien gliedern den Wohnraum und dienen als Außenzimmer der Wohnung. — Credits: © Luca Claussen Fotografie

Eckloggien gliedern den Wohnraum und dienen als Außenzimmer der Wohnung.

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Erker erweitern die Blickbezüge in den Straßenraum. — Credits: © Luca Claussen Fotografie

Erker erweitern die Blickbezüge in den Straßenraum.

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Neben typischen Begegnungsorten im Aussenbereich sind vor allem die Räume des Alltäglichen – unsere Bewegungsräume im Haus – Orte der Begegnung. Diesen Räumen Platz zu geben, sie bewusst zu gestalten, macht sie zu Orten des alltäglichen Begegnens, welche zur Identifikation mit dem Wohnumfeld beitragen und eine funktionierende Hausgemeinschaft fördern. So wurde den Eingangsbereichen und Treppenhäusern bewusst Raum gelassen und Ihre Gestaltung steht im Spannungsfeld zwischen der Rauheit des ruppig verarbeiteten Betons, kombiniert mit einer silbrigen Lasur und feinen Geländerdetails.

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Treppenhaus A — Credits: © Luca Claussen Fotografie
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Treppenhaus B — Credits: © Luca Claussen Fotografie
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Treppenhaus C — Credits: © Luca Claussen Fotografie

Wir verstehen den Auftrag unseres Büros darin, den häufig sehr rationell geprägten Wohnungsmarkt mit Typologien zu bereichern, die anders sind als die breite Masse. Selbst die regulären Wohntypologien sind fein abgestimmt auf die jeweiligen Lagequalitäten und bieten so eine sehr große Varianz.
So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sollten auch die Wohnungstypologien sein in denen wir leben.
Wir sind sehr dankbar, dass wir mit unseren Bauherrn etwas Neues für Köln realisieren konnten und so das Wohnungsangebot nachhaltig bereichern konnten.

Projektvortrag am Baustellenfest
Fassadengestaltung und Hofsituation werden spürbar

Kategorie Wohnen
Wohnungen 58 Stk
BGF
9’588 m²
Auftragsart
Werkstattverfahren
Bearbeitung WB 2015, Bearbeitung 2017–2023
Auftraggeber Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz eG
Ausschreibung & Bauleitung 5b Bau- und Projektmanagement
Landschaftsarchitektur RMPSL Landschaftsarchitekten
Bauingenieur AWD Ingenieure
Gebäudetechnik Hinz+Schwarz Ingenieure
Fotografie Luca Claussen Fotografie

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