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— Credits: © PONNIE.ai

Der Pavillon im neuen Stadtquartier des Zollhafens Mainz fungiert als identitätsstiftender Ort mit starkem Symbolcharakter. Als temporäre Architektur besetzt er die Schnittstelle zwischen Innenhafen, Rhein, Nord- und Südmole und dient als räumlicher und atmosphärischer Ankerpunkt für die Umgebung. Die zeichenhafte Gestaltung verleiht ihm das Potenzial, als neuer Identitätsträger für das Quartier zu fungieren – sowohl durch seine Form als auch durch seine Nutzung, die sich über die Jahreszeiten hinweg wandelt. Im Sommer öffnet sich der Baukörper blütenartig und lädt Besucher in seine großzügigen, lichtdurchfluteten Räume ein. Im Winter hingegen bleibt er geschlossen, geschützt vor den rauen Witterungsbedingungen auf der Mole. Dabei bleibt der Pavillon – durch Licht und Präsenz – zu jeder Tages- und Jahreszeit ein weithin sichtbares Zeichen.

Einpassen über geknicke Längsseiten in die Umgebung.
Lageplan

Der Pavillon ist präzise an der Gelenkstelle zwischen Innenhafen, Rhein sowie Nord- und Südmole positioniert. Durch das Setzen eines überhohen Bauvolumens erhält er die nötige Präsenz, um als markanter Orientierungspunkt im Quartier zu fungieren – vergleichbar mit einem Leuchtturm. Dabei geht seine städtebauliche Wirkung über das reine Landmark hinaus: Durch das leichte Ausdrehen des Baukörpers zur Molenspitze hin und die geknickten Längsseiten vermittelt der Baukörper zwischen den unterschiedlichen Bewegungsrichtungen und Raumkanten. So definiert der Pavillon nicht nur den Ort, sondern formt ihn aktiv mit und ermöglicht vielfältige Perspektivenbezüge im Stadtraum.

Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss

Das Raumprogramm des Pavillons ist klar und funktional gegliedert. Die Bar bildet das Zentrum und ist zum doppelgeschossigen Hauptraum hin orientiert. Große Fensterflächen und transluzente Sonnenschutzsysteme sorgen für eine helle, offene Atmosphäre mit direktem Blickbezug zum Rhein und zur Klappbrücke. Die Stehplätze befinden sich unmittelbar bei der Bar, während die bedienten Sitzplätze vorgelagert sind, sodass das Personal jederzeit den Überblick behält. Rückseitig an die Bar angelagert befinden sich die Spülküche und Lagerräume, deren Größe flexibel an das jeweilige gastronomische Konzept angepasst werden kann.
Neben dem Gastraum bietet der Pavillon einen Loungebereich sowie eine Empore mit zusätzlichem Ausblick auf den Rhein und den Zollhafen. Hier können auch größere Gruppen bewirtet werden.

Längsschnitt
Querschnitt

Der Pavillon schafft durch seine Geometrie und Ausrichtung vielfältige Aufenthaltsqualitäten im Außenraum. Ringsum den Baukörper entstehen differenzierte Sitzmöglichkeiten mit abwechslungsreichen Ausblicken auf den Rhein und in den neuen Zollhafen. Der gastronomische Außenbereich ist direkt vom Gastraum über Blockstufen erreichbar. Ein barrierefreier Zugang befindet sich an der kurzen Südwestseite, wo das Gelände seinen höchsten Punkt erreicht und ein ebenerdiger Eintritt möglich ist. Im Falle eines Hochwassers sind zwischen den Stahlstützen mobile Barrieresysteme vorgesehen. Die gewählten Materialien für Konstruktion und Ausbau sind robust sowie unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen – ein Aspekt, der besonders an diesem exponierten Ort essenziell ist.

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Als temporärer Pavillon zelebriert er die Jahreszeiten: Im Winter schließt er sich schützend gegen die rauen Bedingungen auf der Mole und bleibt als leuchtende Ikone ein Markenzeichen. — Credits: © PONNIE.ai

Kategorie Gastronomie, Gewerbe
Auftragsart Ideenwettbewerb
Auftraggeberin Zollhafen Mainz GmbH & Stadt Main
Landschaftsarchitektur TREIBHAUS Landschaftsarchitektur
BGF 156 m2
Bearbeitung 2015

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