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Raumgleiter
— Credits: Raumgleiter

Die stadtrĂ€umliche Dimension dieser Bauaufgabe verlangt nach einer aussergewöhnlichen baulichen Antwort. FĂŒr das Gesicht zur Esplanade wird ein markantes stĂ€dtebauliches Motiv gesucht, das sich im Sinne einer InitialzĂŒndung zu einem unverwechselbaren IdentitĂ€tstrĂ€ger des neuen Stadtquartiers entwickelt.

Die geschwungene Fassade aus zwei wechselnden Bogensegmenten in der Abfolge A-B-A-B sorgt fĂŒr eine klare Rhythmisierung ĂŒber die gesamte LĂ€nge der Esplanade. Die vertikale Kannelierung setzt dabei einen bewussten Kontrapunkt zur dominierenden horizontalen Ausdehnung der stĂ€dtebaulichen Ausgangslage.

Gleichzeitig ermöglicht diese Fassadenstruktur eine hohe GebĂ€udetiefe, sodass das gesamte Volumen im Perimeter Ost als Blockrand ausgebildet werden kann, ganz ohne HinterhofgebĂ€ude in zweiter Reihe. SĂ€mtliche Wohnungen profitieren von einem grosszĂŒgig geschnittenen Wohnhof. FĂŒr die innere Organisation generiert die bewegte Fassade zudem vielfĂ€ltige BlickbezĂŒge zum öffentlichen Stadtraum.

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Den Auftakt der insgesamt 290 m langen Arkaden bilden die Lounge mit Reception, die Bar und das FrĂŒhstĂŒcksrestaurant des Hotels. — Credits: Raumgleiter

Den Auftakt der insgesamt 290 m langen Arkaden bilden die Lounge mit Reception, die Bar und das FrĂŒhstĂŒcksrestaurant des Hotels.

Raumgleiter
Das Hotel besetzt die 1. Adresse am Platz in unmittelbarer NĂ€he zum Kongresshaus. Entsprechend ergĂ€nzen Konferenz- und BesprechungsrĂ€ume im 1. Obergeschoss das Angebot. — Credits: Raumgleiter

Das Hotel besetzt die 1. Adresse am Platz in unmittelbarer NÀhe zum Kongresshaus. Entsprechend ergÀnzen Konferenz- und BesprechungsrÀume im 1. Obergeschoss das Angebot.

Schnitt Esplande – Arkade – Hof
Regelgeschoss mit Hotel, BĂŒro, Miet- und Eigentumswohnungen

Das stĂ€dtebauliche Motiv wird in der inneren Organisation rĂ€umlich erlebbar. Die Wohntypologie basiert auf der Weiterentwicklung grossbĂŒrgerlicher Wohnungen des Fin de SiĂšcle nach dem Raum-zu-Raum-Prinzip. Wiederkehrendes Element ist die innere Halle: Statt schmaler Korridore erlaubt ein vielfach bespielbarer Verteilraum eine reprĂ€sentative Empfangssituation. Die Halle ist ausserdem Schaltstelle zwischen Tag- und Nachtbereich der Wohnung, sodass private RĂŒckzugsbereiche und Orte der Gemeinschaft rĂ€umlich getrennt werden können. Damit eignet sich diese Wohntypologie auch gut fĂŒr Familien und Mehrgenerationenwohnen. Der Fassadenschwung endet jeweils in einem polygonalen Erkerzimmer, das mit den HauptwohnrĂ€umen verbunden ist und den Blick auf die Esplanade freispielt. Hier findet die Bibliothek, das GĂ€ste- oder Musikzimmer, oder einfach eine Sitzecke Platz. Die Zimmerschicht auf der ruhigen Hofseite ist streng orthogonal und bietet grosszĂŒgig geschnittene Individualzimmer. Die KĂŒchen sind ĂŒber eine SchiebetĂŒr mit der Halle verbunden und stossen direkt an die Fassade.

Die Mietwohnungen im hinteren Arealteil sind ĂŒberwiegend Ost- West ausgerichtet und folgen einer hohen RationalitĂ€t. Sie sind durchwegs als DreispĂ€nner organisiert und streng orthogonal. Der Wohn-Essbereich ist um eine verglaste zweizeilige KĂŒche mit Blick zur Loggia gruppiert und endet in einem offen zuschaltbaren Zimmer an der ruhigen Hoffassade. So wird die zweiseitige Ausrichtung im gesamten Wohnbereich spĂŒrbar, wĂ€hrend die geschlossenen Individualzimmer mit Bad „en Suite“ eine separate Einheit innerhalb der Wohnung bilden.

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Hallentypologie – fliessende Raumsequenzen, vielfĂ€ltige Blickbeziehungen und hohe NutzungsflexibilitĂ€t — Credits: Raumgleiter

Hallentypologie – fliessende Raumsequenzen, vielfĂ€ltige Blickbeziehungen und hohe NutzungsflexibilitĂ€t

Grossbürgerliche Wohngrundrisse werden neu interpretiert
Ansicht Ost
Domenico BarriÚre, Fassade des Oratorium des Hl. Filippo Neri, 1658
Bianca Brunner
Bianca Brunner, Sun, 2012 — Credits: Bianca Brunner
Duplex Architekten
— Credits: Duplex Architekten

Kategorie Wohnungsbau mit 165 Wohnungen
Auftragsart Projektwettbewerb auf Einladung, 2. Preis
Auftraggeberin Stadt Biel
Landschaftsarchitektur Bandorf Neuenschwander Partner
Bauingenieur BĂ€nziger Partner
GF SIA 416 79’075 mÂČ
GV SIA 416 256’220 mÂł
Bearbeitung 2013

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